Prolog …
… zu den Geschichten
Gleich mal vorweg, wir duzen uns. Ich mag diese Förmlichkeit nicht, da komm ich mir so alt vor. Mit 27 seine Memoiren zu schreiben, fand ich mehr als seltsam, aber ich dachte mir, wenn ich lerne meine Gefühle und Gedanken zu Papier zu bringen, so lerne ich auch besser mit ihnen umzugehen. Du wirst meine Veränderung sehn und spüren. Ich habe nicht vor, dich mit langweiligen Daten zu nerven, die stehen ja mehr als genüge im Geschichtsbuch. Weiterlesen
Einleitung
1974 erblickte ich das Licht der Welt und wurde sofort in Richtung Brutkasten verlegt. Also nix mit Mutterbrust und erste Bindung. Der Schock war groß, als der liebe Vater erfuhr, dass er noch eine Tochter hat und die ganz und gar nicht nach seinen Wünschen geraten ist. Wir lebten damals noch in einer zwei Zimmer Wohnung, Klo und Warmwasser gab’s am Gang. Kakalaken und Pillendreher bezahlten brav Miete bei uns. Eine Gemeinschaftswaschmaschine für zwei Familien. Ich würde mal sagen, dass es damals als normal galt, wenn mal der eine Nachbar zu uns kam und sich Schifahren angeschaut hat. Wir hatten nie viel Geld … zumindest hatten wir Kinder nie was davon. Ich verbrachte die meiste Zeit meiner Kindheit im Krankenhaus Stolzalpe. Weiterlesen