Don’t touch

Vermutlich gibt es wenig Männer, die einfach nur kuscheln, die einfach nur die Nähe des Anderen genießen, ohne gleich ans Höschen zu wollen. Ich muss zugeben, als ich diese Erfahrung machte, dachte ich mir: Ist es möglich, sich so zu beherrschen und dennoch den Moment vollens zu genießen?

JA! Es ist möglich.

Engumschlungen, mit Kleidung zu kuscheln und gegenseitig zu streicheln, ohne den Intimbereich des anderen zu berühren oder zu küssen. Das Spannende dabei ist die intensive und intime Begegnung mit sich selbst. Dass selbst das im Arm gehalten werden eine tiefe Befriedigung auslösen kann und eine tiefe Zufriedenheit mit sich selbst. Selbstliebe wäre hier wohl das beste Wort. Es ist die Form der Geborgenheit, die vermutlich den Meisten fehlt. Wir sind getrieben durch unseren eigenen Anspruch, perfekt und leistungsfähig zu bleiben – wo bleibt der Moment um still zu stehen?

Kuscheln schafft den Moment des Ausstiegs aus dem Hamsterrad. Er nimmt und gibt alles. Den Moment mit dem Kuschelpartner. Man plaudert und ist sich nah – ohne Sex – um das klar zu stellen.

Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung, denn sie eröffnet mir eine neue oder alte Form der Intimität. Es ist ein Seelenschmeichler … und sie waren wunderbar.

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